Dienstag, 29. Oktober 2013

Carlotta Internat und Prinzenball (Dagmar Hoßfeld)




Carlsen Verlag


Die Autorin


Seit mehr als zehn Jahren ist Dagmar Hoßfeld nun schon mit großem Erfolg als freiberufliche Kinder- und Jugendbuchautorin für namhafte deutschsprachige Verlage tätig. Ihr großer schriftstellerischer Facettenreichtum spiegelt sich dabei in der Unterschiedlichkeit ihrer bisher veröffentlichten Werke. Dagmar Hoßfeld wurde 1960 in Kiel geboren und lebt heute in einem beschaulichen Dorf zwischen Ostsee und Schlei.


Carlotta in Prinzensee


Carlotta und ihre Freundinnen sind durcheinander. So viele hübsche Jungs, für wen soll man sich da nur entscheiden? Niko, Brendan oder doch lieber Julian? Und dann auch noch der Prinzenball, das ganze Prinzenseeinternat bereitet sich darauf vor. Leider muss Carlotta dafür noch ein Ballkleid besorgen, passend zum Motto „Black and White“. Zu dem fehlen dann nur noch die passenden Partner. Dann ist da noch dieser Neue. Julian hält die Mädchen und vor allem Sophie ganz schön auf Trapp. Doch irgendwas stimmt mit ihm nicht, denn seltsamerweise scheint er in all seinen Lieblingssportarten eine wahre Niete zu sein. 


Fazit


Sehr gut gefallen mir die bildlichen Darstellungen, die im Buch beschrieben werden. Auch die Eingangszeichnung finde ich sehr schön illustriert, ähnlich wie die Überschriften der einzelnen Kapiteln. Die Kapitel werden durchsetzt von Emails von Carlottes Eltern und Freunden, das finde ich sehr auflockernd.


Ein bisschen verwirrend ist, dass Branden und Julian Brentley fast den gleichen Namen/Nachnamen heißen, weshalb ich die beiden anfangs häufig verwechselt habe. Die Protagonisten sind sehr sympathisch beschrieben und vor allem die drei Mädchen Manu, Sofie und natürlich Carlotta, haben es faustdick hinter den Ohren.


Ein unterhaltsames Buch, welches sich zu einer tollen Nachmittagslektüre eignet. Mir hat es den Nachmittag versüßt.

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Sonntag, 27. Oktober 2013

Edelweißpiraten (Dirk Reinhardt)





Aufbau Verlag


Der Autor 

Dirk Reinhardt wurde 1963 geboren und studierte Germanistik und Geschichte. Er arbeitet derzeit als freier Journalist und wohnt mit seiner Lebensgefährtin und ihrem Sohn in Münster.

Sie wollten nicht wegsehen – da wagten sie alles!


Der 16-jährige Daniel trifft auf dem Friedhof einen alten Mann, den alten Josef Gerlach. Er freundet sich mit ihm an, merkt jedoch, dass ihm etwas auf der Seele trifft. Doch der Mann ist sehr verschlossen. Schließlich überlässt Josef Daniel sein Tagebuch... Dieses erzählt detailgetreu die Jugend Josefs Gerlach, als dieser als 14-jähriger Halbstarker die HJ verlässt, um sich einer Clique anzuschließen. Diese nennt sich "Edelweißpiraten". Ihre Markenzeichen sind unschwer zu erkennen: lange Haare und coole Klamotten, ihr Motto ist die Freiheit!

Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch mit Treffen, Liedern und Parolen. Doch als sich die Lage in Deutschland verschlimmert, planen auch sie gefährliche Aktionen gegen die Machenschaften der Nationalsozialisten. Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto näher fühlt er sich dem alten Gerlach. Er erkennt, dass die Edelweißpiraten auch in seiner eigenen Geschichte eine Rolle spielen.



Fazit


Ein unglaublich bewegendes Buch, was vor allem durch seine Schreibart – Tagebuch – nahegeht. Der Leser steht mitten im Geschehen von Joseph und der jugendlichen Gruppierung der Edelweißpiraten. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und man kann gut nachvollziehen, warum die Gruppe so agiert. Natürlich werden die Machenschaften der HJ und SS immer stärker, weshalb auch die Aktionen der Edelweißpiraten immer mehr zunehmen. Diese fängt der Autor Dirk Reinhardt sehr gut ein und versucht sie den Lesern näher zu bringen. Des Öfteren schwankt man zwischen Zustimmung und zuviel des Gutem. Doch keiner von uns ist in dieser Zeit aufgewachsen, Gott sei dank, und kann nachvollziehen, wie es für die Jugendlichen gewesen sein muss, in ihrer Freiheit dermaßen eingeschränkt zu leben.


Viele Szenen im Buch gehen einem sehr nah, da die Jugendlichen meist kaum älter oder teilweise sogar jünger sind als man selbst. 


Ein tiefgründiges, emotionales und gleichzeitig spannendes Buch über geschichtliche Prozesse, Denkweisen und Ideologien, welches man auf jeden Fall gelesen haben muss. Aufgrund seiner übersichtlichen Dicke ist es gut zu lesen und auch die Schreibweise ist sehr flüssig. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Samstag, 26. Oktober 2013

Rückkehr in das Tal der Silberwölfe (Alfons Th. Seeboth)






Wölfchenverlag


Der Autor


Alfons Theodor Seeboth wurde 1974 in Bremen geboren. Bücher sind seine Leidenschaft, welche leider mit dem Einstieg ins Berufsleben zweitrangig wurde. 2009 begann er, alle seine Gedanken in Romanen und Geschichten zu fassen. "William von Saargnagel und Der Purpurne Traum" erschien 2010. Neben der Literatur arbeitet Seeboth als Haustechniker in einem Seniorenheim.


Silberwölfe


Silberwölfin Naika und Menschenmädchen Topsannah sind beste Freunde. Eine sehr ungewöhnliche Freundschaft, wie die meisten sich denken werden, doch die beiden teilen ein Geheimnis, denn jede Nacht schleichen sich die beiden aus dem großen Tal, in welchem sie leben heraus, um zu jagen und sich gegenseitig ein paar Kniffe zu zeigen. Eines nachts geraten sie in die Fänge von Wilderern, die sie verschleppen und entführen. Naika wird währenddessen in einem Freigehege eingesperrt und lern dort zwei weitere Silberwölfe kennen. Topsannah gelingt mit einem Jungen die Flucht und auch Naika und ihr neues Rudel können sich befreien. Auf ihrem Rückweg ins Tal der Silberwölfe warten jedoch jede Menge Gefahren auf die zwei Gruppen.


Fazit


Ein schönes Buch, welches die Fantasie anregt und durch das Sehen der Welt durch die Augen der Tiere, ist es etwas ganz besonderes. Die Hauptprotagonisten Naika und Topsannah sind sehr sympathisch und ihr Verhältnis wird auf der Reise einerseits intensiviert, aber andererseits auch auf die Probe gestellt. 


Leider ist die Rückreise an einigen Stellen sehr langwierig und in die Länge gezogen, das ist sehr schade, da es der Spannung und Abenteuerlust einen kleinen Abbruch tut. Es warten jedoch auch viele Abenteuer und Gefahren auf die zwei Gruppen, die sich auf den Weg zurück ins Tal der Silberwölfe gemacht haben.


Da das Ende für meinen Geschmack etwas offen bleibt, bin ich gespannt, ob es einen zweiten Teil geben wird und freue mich jetzt schon darauf, dieses zu lesen.

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Fußproblem

 Hallo ihr Lieben,

ich habe lange nichts von mir hören lassen, was daran lag, dass ich die letzten Tage leider jeden Tag im Uniklinikum verbracht habe. Ich bin am Mittwoch abend beim Fußball leider blöd umgeknickt und musste nun lange auf meinen Befund warten.

So sieht es nun leider aus:

- 3facher Außenbandriss (also alle drei Außenbänder durch)
- untere Bänder angerissen
- Syndesmosebandanriss
- Weichteilschwellung mit Gelenkflüssigkeitsaustritt (inkl. in die Muskeln)

Das heißt ich darf die nächsten 2 Wochen gar nicht laufen und dann 4 Wochen eine Schiene tragen, mit der ich wieder ein bisschen Laufen darf. Danach kommt Physio und Sport wird dann wieder was ab nächstem Jahr :( Großes Kino.

Naja wenigstens habe ich einen netten Freund, der mir gleich mal meine Fußnägel passend zur Gipsschiene bemalt:


Er schmerzt und puckert nun den ganzen Tag vor sich hin und ich muss allerlei Zeug nehmen. Das Gute daran ist: ich habe ein wenig Zeit und kann mich nun hoffentlich wieder mehr mit meinem Blog beschäftigen :)

Viele liebe Grüße,
eure Liesa

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Auf die Freundschaft (Annika Bühnemann)





Die Autorin


Annika Bühnemann wurde 1987 geboren und hat in Oldenburg und Durham International Business studiert und arbeitet in einem internationalen Unternehmen als Marketeer. Bereits in der Grundschule nahm sie sich fest vor, später Autorin zu werden und erfüllte diesen Wunsch 2013 mit ihrem Frauenroman "Auf die Freundschaft!".


Freundschaft


Claudia will nach einer gescheiterten Ehe, in welcher ihr Ehemann Ken sie zweimal betrogen hat, neu anzufangen. Zurück in Deutschland hat sie mit ihrem Sohn Mikey eine neue Wohnung, einen neuen Job und ihre alten Schulfreundinnen zurück. Alles könnte perfekt sein, denn sie lernt sogar einen neuen Liebhaber, ihren Chef Lutz, kennen. Dieser ist liebenswert, aber ist er wirklich Claudias Traummann? Ihre Freundinnen Katrin, Maria und Hannah sind sich da nicht so sicher. Und auch Claudia selbst weiß nicht recht… Dann taucht auch noch Ken aus den USA wieder auf und bittet um eine dritte Chance. Doch ist Claudia wirklich bereit sie ihm zu geben?


Fazit


Ein unterhaltsames Buch, welches mich von der ersten Seite an begeisterte. Die Figuren, wie auch Schreib- und Erzählstil sind wunderbar flüssig und vielseitig gestaltet. Man hat als Leser das Gefühl, dass die Situationen aus dem Leben eines jeden Einzelnen gegriffen sein könnten.


Claudia muss viele Schicksalsschläge hinnehmen und kann einem an vielen Stellen wirklich leid tun und auch ich musste mir oft das ein oder andere Tränchen verdrücken. Auch die Freundschaft der vier Freundinnen ist bewundernswert und schön zu sehen. Toll, wenn man auf solche Freundinnen zurück greifen kann.

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Dienstag, 22. Oktober 2013

Phil und der Wächter der Zeit (Diana Raufelder)




Pepper Books


Die Autorin


Diana Raufelder wurde 1978 geboren und wuchs zunächst in Heidelberg auf. Dort studierte sie zudem Erziehungswissenschaft und Ethnologie. Nach dem Studium engagierte sie sich für Kindheits- und Jugendforschung und promovierte in Berlin. Neben ihrer Forschungsarbeit an der Freien Universität Berlin begann sie schon früh Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin.


Das Land der Zeit


Als Phil in seiner „wilden Wüste“, wie er sein Zimmer gern bezeichnet, eines Tages eine geheimnisvolle alte Uhr findet, ist er zunächst sehr überrascht. Als dann aber auch noch ein alter Mann in seinem Zimmer auftaucht, der diese Uhr zu suchen scheint, ist die Verwirrung komplett. Erst recht, als der Ertappte berichtet, er sei der Wächter der Zeit aus dem Land der Zeit, der den Kompass der Zeit verloren hat. Er bittet Phil um Hilfe, einen Dieb im Land der Zeit zu suchen, der die Sanduhr der Vergangenheit gestohlen hat und nun die Zeit ins Chaos zu stürzen droht. Phil ist hellauf begeistert und begibt sich zusammen mit seinen Freunden und dem Wächter der Zeit in wilde Abenteuer. Vorbei an Nessi und mitten durch den Dschungel führt die Abenteuerliche Reise, auf welche die Freunde vielen Gefahren ausgesetzt sind. Können sie den Sanduhrdieb stellen? Die Zeit ist nicht auf ihrer Seite…


Fazit


Ein wundervolles Kinderbuch, welches nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch zum Träumen inspiriert. Mich hat es von der ersten Seite überzeugt, auch wenn mir das Gefluchte (verflixte Grütze) teilweise ein wenig zu  viel war. Die Protagonisten waren mehr als sympathisch und spiegelten auch den passenden Altersstand wieder. Der Wächter der Zeit erinnert an einen netten Großvater, wie auch auf dem Cover zu sehen ist. Bei dem Buchcover dachte ich zuerst an Gott und den Turmbau zu Babel, natürlich hat das Buch gar nichts damit zu tun, aber das sorgt vielleicht für ein paar Missverständnisse.


Die Abenteuer der Freunde Mina, Anton und Phil finde ich wunderbar und ich könnte mir das Buch durch die kurzen Kapitel auch gut als „Gute-Nacht-Geschichten“-Buch vorstellen. Ein wenig enttäuscht, war ich über die Kürze. Ich finde man könnte diese Geschichte noch gut ein paar Kapitel erweitern, um die Spannung an einigen Stellen noch ein wenig aufrecht zu erhalten.


Alles in allem aber ein tolles Buch, welches ich meinen Kindern garantiert einmal vorlesen werde.

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